Bei der FF Bramfeld hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass die Schadenarten PIW, TIER und NIL die Grundlage für die Ausbildung mit dem Schlauchboot bieten.


Zu diesen Schadenarten rückt wie zu allen anderen Schadenarten das LF 16/12 als erstes Fahrzeug aus.

Der Gruppenführer erkundet die Lage, erteilt seiner Manschaft den Einsatzbefehl und führt den weiteren Einsatz.

Der Maschinist unterstützt die Trupps, neben seiner Eigenschaft als Fahrer des LF 16/12, bei der Bereitstellung der Gerätschaften. Er hat auch die Aufgabe über Funk eine Rückmeldung über den Einsatz an die FEZ abzusetzen. Gegebenenfalls weist er nachrückende Kräfte ein.

Der Gruppenführer-Melder besetzt zusammen mit dem Angriffstrupp das Schlauchboot und führt dieses.

Der Wassertrupp bringt zusammen mit dem Schlauchtrupp das Schlauchboot zu Wasser und sichert anschließend das Umfeld der Einsatzstelle. Wird eine Person mit dem Boot gerettet, übernimmt der Wassertrupp die Erstversorgung der Person an Land.

Der Schlauchtrupp übernimmt, sobald das Schlauchboot zu Wasser gelassen ist, die Sicherung des Bootes mittels einer Sicherungsleine zwischen Boot und Land.

 

 

Die Bootsbesatzung nimmt die der Schadenart entsprechend nötigen Gerätschaften mit. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle werden von der Schlauchbootbesatzung die Schwimmwesten angelegt, ohne die niemand das Schlauchboot besteigt. Der Gruppenführer-Melder rüstet sich als Bootsführer mit einem Handfunkgerät aus. Der Rufname des Bootes lautet dann "Florentine Bramfeld Schlauchboot". Der Angriffstrupp rüstet sich bei der Menschenrettung mit einer Wolldecke, einem Beatmungsbeutel, dem Einreißhaken-leicht und einer Sicherheitsleine aus, mit der er eine gerettete Person oder einen aussteigenden Kammeraden sichern kann. Bei der Tierrettung rüstet er sich gegebenenfalls zusätzlich zur Wolldecke und dem Einreißhaken-leicht mit einer Tierbox aus.

Die Schlauchbootbesatzung führt den Einsatz ohne Helm und Sicherheitsgurt aus. Auf den Rest des Schutzzeuges wird nur auf Anordnung des Gruppenführers verzichtet. Dies macht z.B. Sinn, bei hohen Temperaturen, oder bei einem offensichtlichen Ausstieg aus dem Boot.

Wie schon erwähnt sichert der Schlauchtrupp das Boot mit einer Leine. Diese Sicherungsmaßnahme ist zwingend notwendig, da die Strömungsverhältnisse auf dem Wasser schlecht vorrausgesagt werden können und es somit für die Bootsbesatzung schwierig werden könnte, die Uferstelle zu erreichen, an der sich der Rest der Manschaft befindet. Sollte eine Person gerettet werden, versucht der Angriffstrupp die Person in das Boot zu ziehen. Gelingt ihm das nicht, wird die Person mit einer Leine gesichert und außerhalb des Bootes an Land gebracht. Jedoch hat der Angriffstrupp in beiden Fällen keine Hand mehr frei zum Paddeln. Hier kommt dann wieder der Schlauchtrupp mit der Sicherungsleine zum Einsatz. Er zieht das Boot an Land. Der Angriffstrupp kann sich während dessen schon um die Erstversorgung der Person kümmern.





An Land übernimmt dann der Wassertrupp die gerettete Person und versorgt diese bis zum Entreffen der Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr. Hierzu stellt er sich die Klapptrage und den Rettungskoffer an einer geeigneten Stelle auf.

Mit der Übergabe einer geretteten Person an RTW / NEF ist der Einsatz dann für die FF Bramfeld beendet.